Rürup-Rente

Auch Bsisrente genannt.

Altersvorsorge macht freiDie Rürup-Rente heißt eigentlich Basisrente, doch unter dieser Bezeichnung kennt sie kaum jemand. Stattdessen ist in der öffentlichen Wahrnehmung der Name des früheren „Wirtschaftsweisen“ Bert Rürup untrennbar mit dieser Form der privaten Altersvorsorge verknüpft.

Der Aufbau der Rürup-Rente ähnelt dem staatlichen Rentensystem, es gibt dabei jedoch einen entscheidenden Unterschied: Die staatliche Rente ist ein Umlagesystem, bei dem mit den Beiträgen der heutigen Arbeitnehmer die Altersbezüge der heutigen Rentner bezahlt werden. Rentner späterer Jahre müssen also darauf vertrauen, dass zum Zeitpunkt ihres Renteneintritts eine ausreichende Zahl von Beitragszahlern für die Rentenansprüche aufkommen wird. Die Rürup-Rente ist im Gegensatz zu diesem umlagefinanzierten System kapitalgedeckt. Das heißt: Geld, das heute eingezahlt wird, verbleibt in der Rentenversicherung und wird investiert. Ist dann das Rentenalter erreicht, erfolgen die monatlichen Zahlungen aus diesem Kapitalstock.

Es wurde festgelegt, dass eine Einmalzahlung zu Beginn des Rentenalters nicht erlaubt ist. Stattdessen hat sich der Gesetzgeber auf eine lebenslange Verrentung festgelegt. Auch hier gibt es einen Unterschied zur Riester-Rente, bei der es zumindest für 30 Prozent der Sparsumme ein Kapitalwahlrecht gibt. Das heißt, diesen Anteil kann sich der Riester-Sparer nach dem 60. Lebensjahr in einer Summe auszahlen lassen. Diese Option gibt es bei der Rürup-Rente nicht.