Lebensversicherungen
Wenn
es um die private Altersvorsorge geht, dann stehen Lebensversicherungen
nach wie vor ganz oben auf der Beliebtheitsskala der Deutschen. Dabei
geht es nicht um Risiko-Lebensversicherungen, die in erster Linie die
Angehörigen für den Fall des Falles absichern sollen, sondern
um kapitalbildende Lebensversicherungen.
Schon der Name verrät, worum es geht: Der Versicherte zahlt
über einen langen Zeitraum von mehreren Jahren bis hin zu einigen
Jahrzehnten jeden Monat oder einmal im Quartal einen Beitrag an die
Versicherungsgesellschaft. Der Lebensversicherer investiert das Geld
zum Teil an der Börse, zum Teil legt er es als Festgeld an. Dabei
garantiert er für jedes Jahr eine Mindestrendite, die auch dann
gezahlt wird, wenn Aktien und Fonds an Wert verlieren. Darüber
hinaus haben die Kunden Anspruch auf eine Überschussbeteiligung,
die mal höher und mal niedriger ausfallen kann. Diese Teilhabe am
Gewinn ist nicht garantiert, wird jedoch in der Werbung häufig
groß herausgestellt. Beim Vergleich verschiedener
Lebensversicherungen muss also immer die garantierte Leistung am
Laufzeitende den Ausschlag geben und nicht die theoretisch
mögliche Leistung inklusive Überschussbeteiligung.
Lebensversicherungen werden in der Regel mit langen Laufzeiten
abgeschlossen und können vor allem in den ersten Jahren nur mit
Verlust gekündigt werden. Den aktuellen Rückkaufwert
müssen die Versicherer ihren Kunden einmal jährlich
schriftlich mitteilen.